Washington - Trotz scharfer Warnungen aus Peking plant die US-Regierung ein neues Rüstungsgeschäft mit Taiwan. Die anvisierte Waffenlieferung an Taiwan umfasse Flugabwehr-Raketen des Typs Patriot, Black-Hawk-Militärhubschrauber und Spezialschiffe zur Minenräumung, teilte das US-Verteidigungsministerium am Freitag in Washington mit.
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Die amerikanische Regierung ignoriert die Warnungen Chinas und schließt einen Waffendeal mit Taiwan. Dies ist insofern brisant, da China Taiwan als "abtrünnig" betrachtet und es früher oder später wieder eingliedern möchte. Nun mischen sich jedoch die Amerikaner ein und verkaufen dem Taiwan Waffen im Wert von über sechs Milliarden Dollar.
Nur ein Geschäft oder gezielte Provokation? Die Volksrepublik testete schließlich vor kurzem ihr neues Raketenabwehrsystem. Pikant ist außerdem der Fakt, dass Peking US-Staatsanleihen im Wert von mindestens 800 Milliarden Dollar hält.
Zeigt dies nicht, dass das viel mehr ist als nur ein Geschäft? Geht es den USA nicht vielmehr darum, zu zeigen dass sie immer noch die mächtigste Nation der Welt und damit niemandem Rechenschaft schuldig sind?
Oder geht es sogar bereits darum, mögliche Verbündete für einen Krieg im asiatischen Raum zu gewinnen? Amerika hat schließlich ein Abkommen (Der "Taiwan Relations Act") mit Taiwan, ihnen im Kriegsfall beizustehen. Die vorgelagerte Insel hat außerdem eine militärstrategisch wichtige Position, liegt sie doch in unmittelbarer Küstennähe.
Nun, mehr als spekulieren kann man nicht. Die genauen Gründe kennen wohl nur die Regierungen selbst.
Eines steht jedoch fest. Von einem "Kuschelkurs" zwischen USA und China kann keine Rede mehr sein. Als erste Reaktion hat China gestern eine Aufschiebung jeglicher gemeinsamer Militärprojekte sowie eine Absage der gegenseitigen Militärbesuche angekündigt, sollte die Lieferung tatsächlich stattfinden.
Des weiteren müssten die an dem Geschäft beteiligten US Firmen mit Sanktionen rechnen.
Ich werde die weiteren Entwicklungen gespannt beobachten und ggf. darüber berichten.
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